Foto Equipment – So entstehen meine Bilder auf dem Blog

Ihr habt mich bereits so häufig nach meinem Fotoequipment gefragt und ich verstehe euer Interesse nur zu gut. Ich habe vor 2 Jahre, als ich mit meinem Foodblog begonnen habe, überall auf anderen Blogs nach genau diesen Informationen selbst gesucht. Überall sah ich tolle Bilder, wusste aber nicht genau, wie diese fotografiert werden.

Ich habe zwar schon jahrelange Fotografieerfahrung, allerdings lag die vor allem im Bereich der Natur, weniger im Foodbereich. Deshalb stand ich vor ähnlichen Fragen, wie ihr heute: Wie finde ich meine eigene Bildsprache? Welche Basics benötige ich, um tolle Foodfotos hinzubekommen? Welche Bücher sind gut, um schnell Tipps zu lernen und auch anwenden zu können?

Einen vollständigen Ratgeber für all eure Fragen kann ich noch nicht bieten. Aber was ich euch zeigen kann ist mein eigenes Fotoequipment, welches ich nach und nach angeschafft habe. Und nein, ich bin noch lange nicht da, wo ich sein möchte. Auch mein Amazon Wunschzettel ist voll mit lauter weiteren Objektiven, Stativen und anderem Zubehör.

Wenn ihr Fragen habt, dann zögert nicht, diese auch zu stellen. Hinterlasst mir gerne einen Kommentar, ich versuche alle Kommentare und Fragen so schnell wie möglich zu beantworten. Der Vorteil der Kommentare ist natürlich, dass auch andere Leser bzw. Blogger davon profitieren können.

Also, lasst uns starten!

Das Wichtigste: Meine Kamera

Ich habe ziemlich schnell in eine Spiegelreflex Kamera investiert. Ich habe mich aufgrund der Haptik (also wie die Kamera in meiner Hand liegt) für die Nikon D5300 entschieden. Ich habe sie direkt mit dem Standard-Objektiv gekauft, würde heute aber lieber direkt in ein Objektiv mit 50 mm Festbrennweite investieren.

Das im Kit mitgelieferte Objektiv ist für meine Zwecke nicht sonderlich hilfreich und liegt nur im Regal herum. Hätte ich übrigens am Anfang nicht gedacht, dass ich einmal diese “Arroganz besitzen werde” und tatsächlich sage “dass ein Objektiv meinen Ansprüchen nicht genügt”…

Mein Objektiv

Aktuell nutze ich ein Objektiv mit einer Brennweite von 17-50mm.

Sigma 17-50 mm F2,8 EX DC OS HSM-Objektiv (77 mm Filtergewinde, für Nikon Objektivbajonett)
289,00 € 879,00 €
Stand: 18. Juni 2018 12:41 Uhr
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Erst vor ein paar Wochen habe ich dann ein Zoom Objektiv ausgesucht und mir zum Geburtstag schenken lassen. Und etwas besseres hätte mir aktuell nicht passieren können 🙂 Denn das Zoom-Objektiv ist super vielfältig.

Ich liebe ja grundsätzlich die Fotografie und habe mir dieses Objektiv mit einem Weitwinkel eher für die Urlaubs- und Landschaftsfotografie gewünscht. Mittlerweile mache ich aber auch meine Rezept-Bilder mit diesem Objektiv. Das Objektiv ist super lichtstark und hat mir bereits auf Events mit schlechter Beleuchtung – ohne Blitz – sehr gute Dienste erwiesen -> Beispiel.

Das 17-50 mm Objektiv gibt es von Nikon, Tamron und Sigma. Für Sigma habe ich mich final entschieden, weil es deutlich günstiger ist. Auch weil es ein Geschenk von meinem Mann war, wollte ich nicht zu unverschämt werden 😉 Registriert man das Objektiv nach dem Kauf auf der Website auf der Website erhält man noch ein 3. Jahr Garantie.

Meine nächste Anschaffung wird wahrscheinlich ein Objektiv mit einer Brennweite von 100 mm.

Das Objektiv mit einer Brennweite von 100mm ist eines der beliebtesten unter Foodfotografen, was daran liegt, dass es detailgetreuer ist. Sobald ich einen eigenen Eindruck gewonnen habe, werde ich davon berichten.

Auch hier werde ich wahrscheinlich wieder nicht das Original von Nikon kaufen, sondern auf einen alternativen Hersteller ausweichen, um Geld zu sparen.

Ziemlich wahrscheinlich wird es das Objektiv von Tokina werden, davon habe ich bisher nur positives gelesen.

Zubehör für die Kamera

Ok, nun wisst ihr, womit ich fotografiere. Ein bisschen Zubehör ist aber natürlich noch notwendig, beginnend mit einer großer Speicherkarte.

Ich persönlich mache die Bilder immer in einer sehr großen Auflösung, weil ich nie weiß, wofür ich sie mal verwenden möchte. Außerdem ist meine Kamera so eingestellt, dass das Foto als JPG und im RAW-Format entsteht. Dabei ist die JPG-Datei meist um die 10MB groß, während die RAW-Datei noch mal ca. 20MB groß ist. So entstehen also pro Foto um die 30MB.

Meine Rezepte beinhalten mittlerweile immer so um die 10 Fotos. Beim Fotografieren entstehen aber pro Rezept zwischen 80 und 120 Bilder, so dass bei einem Fotoshoot zwischen 3 und 4 GB entstehen.Natürlich wird davon später vieles wieder gelöscht, aber erst mal brauch in Platz und habe keine Lust, die Fotos nach jedem Shoot direkt auf den Laptop verschieben zu müssen.

Auch super hilfreich ist ein Ersatzakku.

Mein Akku hält zwischen 3 und 4 Fotoshootings, bis er wieder aufgeladen werden muss. Dabei ist die Vorschaufunktion auf dem Display meiner Kamera deaktiviert und ich gucke immer nur durch den Sucher. Wenn die Vorschaufunktion aktiviert ist, hält der Akku nur etwa halb so lang.

Mein Ersatzakku ist kein Originalakku von Nikon, da dieser doppelt so teuer gewesen wäre. Deshalb habe ich auf ein herstellerfremden Akku zurückgegriffen, der war entsprechend günstiger und erfüllt absolut seinen Zweck.

Außerdem habe ich ein kleines Stativ und eine Fernbedienung im Einsatz.

Das kleines Stativ nutze ich, um die Kamera einfach mal fix positionieren und Änderungen am Aufbau vornehmen zu können. Bei einigen Rezepten habe ich vor dem Shooting schon eine ganz genaue Idee im Kopf, wie der Aufbau sein soll. Bei anderen Rezepten habe ich zwar eine grobe Idee, der Feinschliff entwickelt sich aber das erst beim Fotografieren. In diesen Fällen kommt das Stativ dann häufig zum Einsatz.

Außerdem nutze ich es sehr gerne bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen. Die Kamera braucht dann etwas länger zum Auslösen, mit dem Stativ vermeide ich ein Verwackeln und unscharfe Bilder.

Die Fernbedienung zum Auslösen habe ich dann direkt mitbestellt. Gerade wenn man ich mal wieder einen Reflektor per Hand festhalten muss, kann der Fernauslöser “lebensrettend” sein.

Bei beiden Gegenständen war ich aber geizig und habe günstige Produkte durchforstet. Hängen geblieben bin ich dann bei den Amazon Basic Artikeln, die mir mittlerweile schon über ein Jahr sehr gute Dienste erweisen.

Wenn ihr viel Unterwegs seid, ist eine Kameratasche sehr hilfreich und ein absolutes Muss. Ich selbst habe lange nach der idealen Tasche gesucht. Nachdem ich im Internet endlich eine gefunden hatte, war sie erst einmal eine Ewigkeit vergriffen.

Kameratasche Taffy Compact Bag von hellolulu

Die Kameratasche, in die ich mich auf dem ersten Blick verliebt habe, ist die Taffy Compact Bag von hellolulu.

Die ist sehr leicht und super flexibel einsetzbar, da das Innenleben (also die Trennwände) mit Klettverschluss super variabel ist und der Verschluss mit starken Magneten schnell zu öffnen ist. Die Tasche gibt es in verschiedenen Farben, ich finde alle wunderschön, habe mich aber für Blau entschieden, weil blau einfach zu allem passt, was ich anziehe 🙂

Falls euch die Kameratasche genau so gut gefällt wie mir: Wenn ihr bei eurer Bestellung den Gutscheincode “tellaboutit” angebt, erhaltet ihr bei Designstraps* 5% Rabatt auf euren Warenkorb (Gültigkeit bis zum 30.06.2017).

Beleuchtung

Ich nenne mehrere Reflektoren mein Eigen.

Und ich bin sicher, dass auch ihr sehr schnell nicht an einem Reflektor vorbei kommt.

Das schöne an meinem ist, dass er nicht besonders teuer war und eine 5 in 1 Funktion mit bringt. Damit ist er unter den unterschiedlichsten Bedingungen bzw. bei unterschiedlichem Lichteinfall super vielfältig für eure Bilder.

Silber ist zum Beispiel für den Kontrast, während Gold einen wärmeren Ton erzeugt. Und mit dem weißen Reflektor kann man den Schatten sehr gut füllen.

Je nach Jahreszeit sind Softboxen ein absolutes Muss!

Ganz besonders wichtig sind die Softboxen ab dem Herbst, wenn es draußen früher dunkel wird.

Das habe ich vor allem in dem endlich beendeten Winter gemerkt, an dem ich eigentlich nur am Wochenende Fotografieren konnte. Denn wenn ich in der Woche von der Arbeit nach Hause komme, ist es 18:00 Uhr und draußen schon dunkel.

Deshalb werden die Softboxen im Herbst sofort bestellt, das ist fest eingeplant, um keinen Stress mehr zu haben und alles auf das Wochenende schieben zu müssen.

Mittlerweile habe ich die Softboxen zu Hause und liebe sie – endlich unabhängig vom Wetter und den Lichtverhältnissen!

Laptop und Zubehör

Erst Anfang dieses Jahres habe ich in ein neues Notebook investiert. Ich habe natürlich lange mit einem Macbook geliebäugelt, weil die einfach super aussehen. Dann hat aber die Vernunft gesiegt und ich habe mich aufgrund des hohen Preise vom Macbook für ein Notebook von Lenovo entschieden.

Dieser Laptop hat meiner Meinung nach ein sehr gutes Preis-/ Leistungsverhältnis und tut das, was es tun soll.

Neben der ansprechenden Optik war mir besonders wichtig, dass es nicht so schwer ist. Mein vorheriges Notebook war deutlich schwerer, was vor allem dann doof war, wenn ich damit auf dem Sofa sitze oder unterwegs bin.

Mit 4GB RAM ist es zwar nicht übermäßig üppig ausgestattet, für meine Bedürfnisse ist es aber ausreichend. Da ich das Modell mit der 128 GB SSD Festplatte habe, ist es dennoch schnell genug.

Wenn ich nicht auf dem Sofa, sondern am Schreibtisch sitze, ist der Laptop an meinem Monitor angeschlossen.

Samsung C27F581F 68,6 cm (27 Zoll) Monitor (LCD/TFT/Curved)
301,00 € 312,48 €
Stand: 18. Juni 2018 12:41 Uhr
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Am Schreibtisch sitze ich vor allem, wenn ich längere Texte schreibe oder die Fotos bearbeite.

Vor allem die Fotobearbeitung frisst wirklich Zeit, schließlich müssen aus der großen Auswahl an Bildern erst mal die Besten 20 bis 30 ausgesucht werden, um sie dann final nachzuarbeiten. Davon schaffen es dann etwa 10 Stück auf den Blog. Dieses Bearbeiten ist mir nur auf dem Notebook zu lästig, weshalb ich mir diesen wunderschönen Curved-Monitor von Samsung geholt habe. Der ist sogar so groß, dass ich beim Arbeiten den Bildschirm einfach aufteile (mit Win + Pfeil rechts,links).

Sicherung meiner Daten

Synology DS216J 8TB (2 x 4TB WD RED) 2 Bay Desktop-NAS-Einheit
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Stand: 18. Juni 2018 12:41 Uhr
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Ich habe ja nun mehrfach geschrieben, dass pro Shooting jede Menge Daten zusammen kommen. Da ich nicht weiß, ob und wofür ich vor allem die RAW-Daten noch mal brauche, muss die Datenmenge sinnvoll abgelegt und archiviert werden.

Da ein Datenverlust für mich das Schlimmste wäre, haben wir Zuhause ein NAS mit gespiegelten Festplatten. Hierhin verschiebe ich alle meine Daten, wenn ein Beitrag fertig ist. Die Daten liegen dann gespiegelt in unser eigenen Cloud und wir haben von überall sicheren Zugriff darauf.

Wir haben uns für die Variante mit 8TB entschieden, aufgrund der Spiegelung stehen mir somit 4TB für meine Fotos zur Verfügung.

Bildbearbeitung

Wenn das Fotoshooting beendet ist, beginnt die Bearbeitung mit Adobe Lightroom.

Nachdem ich über die letzten zwei Jahre viel experimentiert und ausprobiert habe, versuche ich mittlerweile, dass die Bilder möglichst natürlich bleiben. Es kommt aber immer wieder mal vor, dass der Lichteinfall Auswirkungen auf das Farbspiel vom Bild hat, was man während der Aufnahme eventuell gar nicht bemerkt.

Mit Lightroom hat man die Möglichkeit, beispielsweise Kontraste, Farbtemperaturen oder auch die Bildschärfe anzupassen. Wenn Du noch kein Programm zum Bearbeiten nutzt, empfehle ich dir, dir einfach die 30-tägige Testversion* herunterzuladen. So habe ich es gemacht und in der Zeit Lightroom kennen und schätzen gelernt. Mittlerweile habe ich Lightroom und Photoshop im Abo und zahle dafür etwa 11 Euro im Monat.

Hier mal ein Beispiel für ein Bild, welches ich bearbeitet habe. Ich finde auch das Original schon gut, allerdings „leuchtet“ es mir ein bisschen zu stark.

Vorher

Vor der Bildbearbeitung mit Lightroom

Nachher

Nach der Bildbearbeitung mit Lightroom

Bücher

Ich habe mir mit verschiedenen Büchern das Wissen angeeignet, welches man benötigt um schöne Fotos zu machen. Für ein gutes Food-Pic spielen nämlich viele Faktoren eine Rolle. Die Bildkomposition, Farben, Licht und die Größe bzw. Form des Geschirrs haben einen großen und sehr individuellen Einfluss auf das Bild.

Ich kann euch aus meinen Erfahrungen heraus vor allem diese drei Bücher weiterempfehlen. Beginnen möchte ich dabei mit einem Buch, welches ganz besonders für Einsteiger sehr hilfreich ist, die auch mit Lightroom arbeiten möchten.

Food-Fotografie: Leckere Bildrezepte für Einsteiger
29,90 €
Stand: 18. Juni 2018 12:41 Uhr
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Im Buch schafft es Corinna Gissemann, Einsteiger abzuholen und gibt tolle Tipps, wie man mit wenig Geld und ein bisschen Kreativität ein günstiges Fotoset selber baut. Auch für die passende Beleuchtung hat sie wertvolle Tipps parat.

Ich habe auch schon einen Workshop von Corinna besucht und bin absolut begeistert von ihrer natürlichen und absolut hilfsbereiten Art. Das Buch wurde mittlerweile mehrsprachig übersetzt und Corinna gibt auch auf Ihrer Facebookseite ganz tolle Tipps zu Ihren Fotos.

Wer sich englischsprachige Lektüre zutraut, für den habe ich hier eine „Musst-Du-lesen-Empfehlung“!

Food Photography eBook

Das „Food Photography Book“ ist ein sehr ausführliches und einfach geschriebenes E-Book von Nagi.

Nagi ist eine Foodbloggerin aus Sidney/Australien. Sie ist in der Foodblogger-Szene sehr beliebt und erfolgreich, neben Ihrem eBook organisiert sie auf Facebook eine super tolle und hilfreiche Gruppe.

Wenn ihr das eBook auf Ihrem Blog RecipeTin eats* kauft, müsst ihr unbedingt im Nachgang ihrer Facebookgruppe beitreten, das lohnt sich total, weil die Mitglieder sehr hilfsbereit sind und viele Fragen beantworten.

Die dritte Empfehlung ist ebenfalls ein englischsprachiges eBook, welches ein wenig spezifischer ist.

Es geht um das eBook Food Photography Behind the Scenes – Bright Food, Dark Shadows* von Nicole Branan.

Auch Nicole ist eine erfolgreiche Bloggerin, auf die ich vor einigen Monaten gestoßen bin. In ihrem Buch geht es um die Fotografie von “dark & moody shoots”. Diese Art der dramatischen Food-Fotografie ist ein komplett anderer Weg und erfordert einiges an Umdenken.

Mit sehr dunklen Fotos habe ich selber noch nicht so viel Erfahrung, weshalb das Buch eine großartige Unterstützung für mich ist. Aktuell sammle ich bereits fleißig passende Food props, um mich voll auf die moody shoots einlassen zu können.

Fazit

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick in meine persönliche „Fotowelt“ geben. Ihr seht, auch ich koche nur mit Wasser und habe mir mein Fotoequipment nach und nach angeschafft. Denn so gerne ich alles auf einmal haben möchte, muss es ja trotzdem finanzierbar bleiben 🙂

* Affliate-Links – Wenn ihr über diesen Link etwas bestellt, kostet es genau so viel wie sonst auch. Allerdings erhalte ich eine kleine Vermittlungsprovision, womit ich die Kosten für meinen Blog und die Arbeit die dahinter steckt, decken kann.

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